Verkehrsverbund Rhein-Ruhr

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Gelsenkirchen, 27.06.2014

Preisanpassung im VRR zum 1. Januar 2015

Weiterentwicklung Tarifstruktur: Neue Preisstufe A3 für Zeitkarten

Der Verwaltungsrat des Verkehrsverbunds Rhein Ruhr (VRR) hat heute eine moderate Preisanpassung um durchschnittlich 3,8 Prozent und einige Änderungen der Tarifstruktur zum 1. Januar 2015 beschlossen. In diese Tarifmaßnahme fließen die zusätzlichen Belastungen aus dem Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes und durch die Umlage nach dem Erneuerbare Energiegesetz ein.

"Durch die heute beschlossene Preismaßnahme zum 1. Januar 2015 werden die steigenden Aufwände bei den Verkehrsunternehmen im VRR ausgeglichen. Bestandteil der zunehmenden Kosten ist etwa der deutlich erhöhte Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes aus dem Frühjahr. Nur so können wir ein modernes Bus- und Bahnsystem in unserer Region sichern und weiter entwickeln. Daneben gilt für uns weiterhin der politische Auftrag der Kreise und Städte, die Nutzerfinanzierung des öffentlichen Verkehrs zu stärken und so die öffentlichen Haushalte zu entlasten. Dieses Ziel verfolgen wir auch mit mehreren Änderungen der Tarifstruktur, welche die Merkmale der Tarifprodukte noch klarer herausstellen“, erläutert José Luis Castrillo, Vorstand des Verkehrsverbunds Rhein Ruhr.

Preisanpassung bei den Tickets

Wie in den Vorjahren werden bei allen Änderungen die Preise differenziert nach Ticket und Preisstufe angepasst. Nachdem die EinzelTickets für Kinder und Erwachsene zwei Jahre preisstabil waren, werden sie zum kommenden Jahr um 10 bzw.einen entsprechend höheren Cent-Betrag angehoben.

Entsprechend der hohen Nachfrage steigen die Preise der 4erTickets für höhere Reiseweiten leicht überdurchschnittlich. Der in 2014 erstmals angebotene elektronische Vertriebsweg wird weiter gestärkt: Das nur über das Handy erhältliche 10erTicket bleibt in allen Preisstufen preisstabil und wird gegenüber Fahrten mit einem Einzel- oder 4erTicket noch attraktiver.

Erstmals seit der Einführung im Jahr 2011 wir der Preis für das SozialTicket im VRR auf 30,90 Euro angepasst. Bei der Leistungserweiterung auf die Kreisgebiete war der Preis im Jahr 2012 noch stabil geblieben.

Strukturelle Änderungen im Tarif

Im Bereich der Zeitkarten wird die begonnene Preisdifferenzierung in der Preisstufe A weitergeführt. Zum einen wird das Preisniveau A2 gegenüber A1 stärker angepasst. Daneben wird ein neues Preisniveau A3 eingeführt: Durch diese feinere Unterteilung wird es möglich, das lokale Leistungsangebot noch stärker bei der Preisgestaltung zu berücksichtigen. Mit Unterstützung eines Gutachters wurden diejenigen Städte im VRR mit dem dichtesten und qualitativ hochwertigsten, aber gleichzeitig kostenintensivsten, öffentlichen Verkehrsangebot ausfindig gemacht. In den Städten Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Essen und Wuppertal wird die neue Preisstufe A3 für Zeitkarten eingeführt.

Eine weitere Differenzierung findet bei den regulären Zeitkarten statt. Die Ticket2000-Angebote werden im Preis stärker als die vergleichbaren Ticket1000-Angebote angepasst. Im Gegenzug wird bei den Ticket1000-Angeboten die kostenlose Mitnahme eines Erwachsenen aus dem Leistungsspektrum genommen.

Semesterticket

Auch das Semesterticket wird perspektivisch angepasst. Als Ergebnis gemeinsamer Gespräche in den vergangenen Wochen wird der VRR den Hochschulstandorten ein neues Vertragsangebot unterbreiten. Das bisherige Vertragsmodell soll weitergeführt werden und jährliche Preisanpassungen im Rahmen der durchschnittlichen VRR-Preiserhöhung erlauben. Zusätzlich sollen zwei Bausteine eine moderate Preiserhöhung bewirken: Eine einmalige Preiserhöhung zum Wintersemester 2015/2016 um 2 Euro und vier kleinere jährliche Anhebungen in den folgenden Jahren um jeweils 0,45 Euro.

Anlass dieser Preiserhöhung ist der schwierige Spagat zwischen dem aktuell günstigen Preis und den auf Seiten von Verbund und Verkehrsunternehmen stetig steigenden Kosten. Der Preis für das in der Preisstufe D gültige Semesterticket beträgt heute monatlich 18,36 Euro, ab Sommersemester 2015 19,06 Euro. Im Vergleich dazu kostet ein Auszubildendenticket mit gleichem Gültigkeitsgebiet 89,28 Euro pro Monat. Da das Semesterticket auf einem Solidarmodell beruht, das heißt alle Studierenden bezahlen das Ticket unabhängig davon ob sie den ÖPNV nutzen oder nicht, ist grundsätzlich auch ein günstiger Preis möglich.

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