Verkehrsverbund Rhein-Ruhr

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Gelsenkirchen, 01.03.2017

Transdev verkauft ab 2019 Tickets im VRR

Mit drei Klicks zum Ziel: Kauf von Nahverkehrstickets am Automaten wird einfacher

Der Betriebsausschuss im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat am 28. Februar beschlossen, ab Dezember 2019 den Verkauf von Nahverkehrstickets über Automaten und personenbediente Verkaufsstellen an Bahnhöfen durch die Transdev Vetrieb GmbH ausführen zu lassen. Dieser Entscheidung vorangegangen ist ein europaweites Ausschreibungsverfahrens, welches zum Ziel hat, einen kundenfreundlichen Vertrieb von Nahverkehrstickets sicherzustellen und eine nahtlose Regelung an den auslaufenden Vertriebsvertrag mit der Deutschen Bahn (DB) sicherzustellen. Noch bis Dezember 2019 erbringt die DB den Vertrieb für den gesamten Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im VRR mit Ausnahme der Linie S 28. Um nach Auslaufen des Vertrages den SPNV-Vertrieb neu zu organisieren und innovative Vertriebsansätze ermöglichen zu können, hatte der Verbund bereits im März 2016 ein entsprechendes europaweites Wettbewerbsverfahren auf den Weg gebracht. Nach der gestrigen Entscheidung muss jetzt noch eine zehntägige Einspruchsfrist eingehalten werden.

Mit der Neuorganisation des SPNV-Vertriebs möchte der VRR die Qualität der Vertriebsdienstleistungen deutlich verbessern und insbesondere den Automatenvertrieb durch zusätzliche nützliche Funktionen stärken. Im Gegensatz zum aktuellen Status sollen die Geräte ab 2019 deutlich besser ausgestattet sein: Sie verfügen dann über zusätzliche Fahrgastinformationssysteme sowie eine optimierte Menüstruktur. „In einem Großteil der Fälle kommen die Kunden mit nur drei Klicks ans Ziel und zu ihren gewünschten Nahverkehrstickets“, erklärt VRR-Vorstandssprecher Martin Husmann. „Zudem bieten die Automaten zukünftig komfortablere Zahlungsmöglichkeiten und weitere Services rund um den Öffentlichen Personennahverkehr. So können Fahrgäste beispielsweise per Kreditkarte ihre Tickets bezahlen“, so Husmann weiter.

An Bahnhöfen und Haltestellen mit einer sehr großen Fahrgastnachfrage wird es neben Automaten auch zukünftig Service- und Vertriebsmitarbeiter vor Ort geben, an die sich die Fahrgäste mit all ihren Fragen rund um den SPNV wenden können. Ziel des VRR ist es, die Verkaufsstellen für Tickets zu stärken um damit weiterhin umfassend auch persönlich für Kunden ansprechbar zu sein. Gestärkt werden könnten die Standorte beispielsweise auch über sogenannte Videoautomaten: Per Video-Liveschaltung können sich Fahrgäste direkt an einen Servicemitarbeiter wenden, bei dem sie nicht nur Tickets kaufen, sondern auch Informationen einholen können. Mit solchen Systemen wäre es möglich, Verkaufsspitzen abzufangen und den Vertrieb vor Ort in den Servicecentern zeitweise, zum Beispiel in den Abendstunden, zu ersetzen. „Denkbar sind auch Kooperationen mit kommunalen Verkehrsunternehmen oder bereits bestehenden Geschäften wie beispielsweise Presse-Läden oder Kiosken, um Fahrgästen vor Ort mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können“, so Husmann abschließend.

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