Verkehrsverbund Rhein-Ruhr

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Gelsenkirchen, 20.02.2018

Mehr Bahnhöfe mit gravierenden Mängeln als im Vorjahr

Stationsbericht 2017 dokumentiert Zustand der Bahnhöfe im VRR-Gebiet

Bereits zum elften Mal dokumentiert der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) mit seinem jährlich erscheinenden Stationsbericht den Zustand der Bahnhöfe und Haltepunkte im Verbundraum. Der VRR informiert detailliert, wie es um die 296 Stationen in der Region bestellt ist: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation leider verschlechtert: Deutlich mehr Stationen als noch im Vorjahr sind in einem inakzeptablen Zustand. Die zuständigen Infrastrukturbetreiber müssen dringend gegensteuern und die Mängel schnellstmöglich beheben.

Mehrmals jährlich verschaffen sich die sogenannten VRR-Profitester einen Überblick über die 296 Stationen im VRR, bewerten das Erscheinungsbild und überprüfen, ob die Ausstattungselemente funktionstüchtig sind. 54 Stationen wurden dabei als „nicht akzeptabel“ eingestuft, im Jahr 2016 waren es nur 39. Entsprechend sank auch die Anzahl an Stationen, die die Profitester als „akzeptabel“ bzw. „noch akzeptabel“ bewerteten. „Wie auch in den Vorjahren waren es insbesondere S-Bahn-Stationen, die schlecht abschnitten“, erklärt Martin Husmann, Vorstandssprecher des VRR. „An den 54 betreffenden Stationen gibt es erhebliche Mängel, die von den zuständigen Infrastrukturbetreibern dringend behoben werden müssen. Da es zwischen dem VRR und den betreffenden Unternehmen keine vertraglichen Beziehungen gibt, können wir hierauf nicht direkt hinwirken. Die Infrastrukturtreiber selbst sind in der Pflicht, denn für einen leistungsstarken Öffentlichen Personennahverkehr sind attraktive und funktionstüchtige Bahnhöfe von ganz entscheidender Bedeutung.“

Maßgeblich für schlechte Bewertungen waren auch 2017 wieder Graffitischäden, die in den Augen der Fahrgäste erheblich zum negativen Eindruck einer Station beitrugen. In puncto Sauberkeit gab es wenig zu beanstanden, nur einige S-Bahn-Stationen schnitten hier zum Teil schlechter ab, weil sie durch Müll verschmutzt waren. Die Funktion der Ausstattungselemente wurde 2017 ähnlich bewertet wie im Jahr zuvor. Positiv wirkte sich aus, dass erneuerte Aufzüge nicht mehr so störanfällig sind wie ältere Modelle und auch kurzfristiger repariert wurden, als früher üblich. Negativ bewerteten die VRR-Profitester defekte Sitzgruppen und Wetterschutzeinrichtungen sowie nicht lesbare Hinweisschilder.

Wie in den Vorjahren dokumentiert der Stationsbericht auch für das Jahr 2017, wie Fahrgäste stationsbezogene Qualitätsstandards bewerten – und zwar mittels einer an das gängige Schulnotensystem angelehnten sechsstufigen Skala von 1 (sehr zufrieden) bis 6 (sehr unzufrieden). „Insbesondere bei der Fahrgastinformation an den Stationen im Störungsfall sehen wir noch deutliches Verbesserungspotenzial“, betont Martin Husmann. Die Fahrgäste vergeben hier nur eine Durchschnittsnote von 3,12. Den Zustand der Bahnhöfe beurteilen die Kunden 2017 mit einer Durchschnittsnote von 2,64 um 0,15 Notenpunkte besser als im Vorjahr. Noch scheint sich die verschlechterte Bewertung durch die Profitester nicht im Bewertungsverhalten der Fahrgäste widerzuspiegeln. Jedoch zeigt sich solch eine Tendenz auch bei den Fahrgästen im Regelfall zeitversetzt.

Den vollständigen Stationsbericht 2017 mit detaillierten Informationen zu den 296 Bahnhöfen im VRR und den verschiedenen Qualitätsparametern finden Interessierte im Bürgerinformationssystem des VRR unter: https://zvis.vrr.de/bi/vo0040.asp?__swords=Suchworte&__sao=1&__swnot=Ausschlussworte&__axxdat_full=&__exxdat_full=&go=Suchen&__sgo=Suchen

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