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Metropole Ruhr, 18.09.2017

Mobilitätskonferenz Ruhr zeigt Stärken im vernetzten Nahverkehr

Von Tür zu Tür mit Bus und Bahn und Rad

Mobilität von Tür zu Tür, digitale Ticket- und Auskunftssysteme für das mobile Internet, die Ruhrbahn als neue städteübergreifende Allianz, die Pläne für den Rhein-Ruhr-Express (RRX), die Entwicklung des Radwegenetzes und die stärkere Vernetzung von Bus und Bahn mit dem Rad sowie eine integrierte Betrachtung der Mobilität mit dem Stadtraum. Dies waren bestimmende Themen auf der ersten gemeinsamen Mobilitätskonferenz Ruhr von Regionalverband Ruhr, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe, Emschergenossenschaft/Lippeverband und der Stadt Essen als Grüne Hauptstadt Europas 2017. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst nutzte den Branchentreff mit mehr als 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Messe Essen, um die verkehrspolitischen Ziele des Landes Nordrhein-Westfalen vorzustellen.

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst betonte: „Wir brauchen eine bessere Vernetzung aller Verkehrsträger – ob Auto, ÖPNV oder Rad. Wo sollte das eher gelingen als in unseren Ballungszentren? Mit den Autobahnen A 40, A 42 und A 2, dem Radschnellweg RS 1 und dem RRX haben wir hier die besten Voraussetzungen, die Mobilität von morgen für das ganze Land zu entwickeln. Wir müssen gemeinsam mit allen Akteuren das immer noch gegenwärtige Kirchturmdenken überwinden. Nur so können wir den Menschen die mobilen Möglichkeiten geben, die sie sich nicht nur wünschen, sondern auch erwarten dürfen.“

Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR) lobte die gerade vollzogene Fusion der Essener und Mülheimer Verkehrsbetriebe zur Ruhrbahn: „Der öffentliche Personennahverkehr in der Metropole Ruhr ist von großer Bedeutung, um die Region als Stadt der Städte enger zu vernetzen. Dafür brauchen die Akteure mehr Unterstützung von Bund und Land. Ich sehe die Debatte um saubere Luft in unseren Städten auch als eine Chance für die Renaissance des Nahverkehrs. Es muss künftig mehr attraktive Alternativen geben, damit die Bürgerinnen und Bürger das Auto zu Hause stehen lassen.“ Der RVR kündigte auf der Konferenz an, das regionale Radwege­netz hinsichtlich seiner Alltagstauglichkeit weiterzuentwickeln. Ein wichtiger Baustein ist dabei der Radschnellwege RS 1.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) setzt bei der Vernetzung der Verkehrsmittel stark auf die Digitalisierung. Der VRR betrachtet die gesamte Wegstrecke der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer von Tür zu Tür als Ausgangspunkt für die Entwicklung vernetzter, intermodaler Angebote und kundenorientierter Services. José Luis Castrillo, Vorstand Verkehrsverbund Rhein-Ruhr: „Digitale Technologien gewinnen im Öffentlichen Personennahverkehr zunehmend an Bedeutung. Mobilitätsdienstleister wie der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und die Verkehrsunternehmen nutzen digitale Services, um ihre Angebote und Informationen besser an den Bedarf der Fahrgäste anzupassen. Daneben ist es auch wichtig, das Angebot im Schienenpersonen-Nahverkehr an ein stetig steigendes Fahrgastaufkommen anzupassen.

Denn der SPNV ist der wesentliche Baustein für ein nachhaltiges und leistungsstarkes Mobilitätsangebot. Mit unseren beiden Projekten S-Bahn Rhein-Ruhr und Rhein-Ruhr-Express sichern wir zukünftig die Mobilität von Reisenden und Pendlern in und nach NRW.“

Im Verbundprojekt „Neue EmscherMobilität“ (NEMO) untersuchen Emschergenossen­schaft/Lippeverband mit einem interdisziplinären Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aktuell, wie eine nachhaltige Mobilität im Bereich der Emscher aussehen kann. Integrativer Bestandteil dieser Betrachtung sind die im Rahmen des Emscherumbaus zur öffentlichen Nutzung wieder freigegebenen Betriebswege.

Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender Emschergenossenschaft/Lippeverband: „Unser Generationenprojekt Emscher-Umbau ist ein wichtiger Treiber der Regionalentwicklung im mittleren Ruhrgebiet. Nicht nur für die ökologische Erneuerung der Gewässer und Grünzüge ist dieser Prozess eine große Chance, auch ermöglicht die naturnahe Umgestaltung des Flusssystems neue städtebauliche Perspektiven. Vor allem sind es viele Wegeverbindungen, teilweise ehemals abgesperrte Betriebswege, die neu geschaffen werden. Heute unterhalten wir bei Emschergenossenschaft und Lippeverband über 200 Kilometer an Radwegen. Dieses Wegenetz wollen wir weiter ausbauen und kontinuierlich verbessern.“

Erst im August 2017 haben die Partner des Nahverkehrs in Westfalen-Lippe einen westfalenweiten Tarif eingeführt. Der neue Gemeinschaftstarif ist der zweitgrößte Zusammenschluss in Deutschland mit einheitlichen Tickets und Tarifbestimmungen. Michael Dubbi, stellv. Geschäftsführer Nahverkehr Westfalen-Lippe: „Mit dem WestfalenTarif schaffen wir ein kundenfreundliches Angebot für 5,7 Millionen Menschen in Westfalen-Lippe, mit dem Übergangsraum zum VRR sogar für 7,2 Millionen Einwohner. Ziel ist dabei eine komfortable und nutzerfreundliche Lösung für einen unkomplizierten Zugang zur Mobilität.“

Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, ergänzte im Talk mit den Veranstaltern: „In diesem Jahr spielt das Thema Mobilität in der Stadt Essen eine ganz besondere Rolle - egal ob Nah- oder Radverkehr, Auto- oder Fußgängerverkehr. Mit der Fusion der Ruhrbahn beispielsweise kommen wir dem Ziel eines einheitlichen öffentlichen Nahverkehrs im Ruhrgebiet ein entscheidendes Stück näher. Wir haben uns aber noch mehr vorgenommen: Im Rahmen der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 haben wir es uns zum Ziel gemacht, die Mobilität in der Stadt Essen auf vier starke Säulen zu stellen. Bis zum Jahr 2035 sollen Auto-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr sowie der ÖPNV jeweils 25 Prozent der Mobilität ausmachen.“

Das Programm der Mobilitätskonferenz Metropole Ruhr mit allen Projekten, die in der Messe Essen vorgestellt wurden: www.rvr.ruhr

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